|
[definition] |
 |
Bilharziose |
|
|
|
|
 |
Schistosomiasis / Pärchenegel – oder Adernegel – Befall
|
 |
Eine durch Saugwürmer der Gattung Schistosoma / Pärchenegel ( Schistosoma intercalatum, haematobium, mansoni und japonicum ) verursachte, hauptsächlich in warmen Gebieten ( u.a. Asien, Afrika, Südamerika ) vorkommende Erkrankung wird als Bilharziose oder Schistosomiasis bezeichnet. Die Infektion erfolgt durch Hautkontakt ( = perkutan; gewebeauflösende Enzyme helfen dabei ) mit Fäkalien verunreinigtem Wasser ( Schwimmen, Baden, Genuss von Trinkwasser ). Eine spezifische Süsswasserschneckenart " vermittelt " ( = Zwischenwirt ) die Würmer an den Menschen ( = Endwirt ). Verschiedene Organe : hauptsächlich Darmtrakt, Blasen – und Harnröhre, Leber, Milz aber auch die Lungen und das Gehirn werden betroffen. Man unterscheidet drei Bilharziose – Arten : Leber und Milz, Urogenitale und Darm Bilharziose. Hautausschläge ( Zerkariendermatitis ), Juckreiz, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, möglicherweise auch Fieber ( Katayama - Fieber ) und Schmerzen sind Hauptsymptome einer Infektion, aber den verschiedenen Bilharziose – Arten werden unterschiedlich weitere spezifische Symptome zugeordnet, wie z.B. :
Urogenitale – Bilharziose : häufige Blaseninfektionen, Beschwerden beim Wasserlassen ( Schmerzen, Brennen usw. ), Blut im Urin usw.
Darm – Bilharziose : Verdauungsbeschwerden, Schleim und Blut im Stuhl, Krämpfe, Durchfälle, später können sich Knötchen und Polypen im Darm bilden usw.
Leber – und Milz – Bilharziose : Druck – oder Völlegefühl im Oberbauch, Wasseransammlungen im Bauch usw.
Frühst möglich entdeckt und behandelt kann die Infektion meistens folgelos ausgeheilt werden, andernfalls können ernsthafte, sogar lebensbedrohliche Komplikationen ( Anämie / Blutarmut, Blasenwandschäden → Blasenkrebs infolge Urogenitaler Bilharziose, Darmwandveränderungen bei Darm – Bilharziose, schwere Leberfunktionsstörungen → Leberversagen infolge von Leber – und Milz - Bilharziose ) nicht ausgeschlossen werden. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 4 – 10 Wochen, die Hautausschläge können aber schon innerhalb 6 bis 48 Stunden auftreten. Schlechte hygienische Umstände begünstigen den Befall.
Zur Zeit gibt es noch keine Impfung gegen die Erkrankung.
Schutzmassnahmen : Kontakt mit kontaminiertem Wasser vermeiden = auf Reisen in gefährdeten Gebiete nicht in Seen und Flüssen baden oder schwimmen, kein Wasser ungeklärter Herkunft trinken, Wäsche nicht in diesem Wasser waschen, den Konsum von Fisch in diesen Gebieten meiden usw. |
|
|
|